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18.12.2017

Dritte deutsche Teststrecke für Elektro-Lkw

In Hessen wird eine von drei deutschen Teststrecken für Elektro-Lkw errichtet: Auf diesem Abschnitt werden die LKW mit Strom aus Oberleitungen versorgt. Das ermöglicht einen schadstoffarmen und umweltfreundlichen LKW-Verkehr.

Pilotprojekt auf der A5 im Raum Frankfurt/Main startet

In Hessen wird eine von drei deutschen Teststrecken für Elektro-Lkw errichtet: auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Weiterstadt. Auf diesem Abschnitt werden die LKW mit Strom aus Oberleitungen versorgt. Das ermöglicht einen schadstoffarmen und umweltfreundlichen LKW-Verkehr. Außerdem sinken die CO2-Emissionen, wodurch der Gütertransport mit dieser Antriebsform wesentlich klimafreundlicher wird. Das Bundesumweltministerium fördert das Pilotprojekt seit Anfang 2017 mit rund 14,6 Millionen Euro und setzt damit ein Vorhaben des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 um, dass die Erprobung elektrischer Antriebe bei schweren Nutzfahrzeugen vorsieht.

Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth: "Elektrisch betriebene Oberleitungs-Lkw sind eine besonders effiziente Lösung auf dem Weg zu einem klimaneutralen Güterverkehr. Wir haben den Elektro-Lkw mit Oberleitung auf einer nicht-öffentlichen Teststrecke viele Jahre erprobt. Mittlerweile ist die Technologie reif für den Praxistest auf Straßen und Autobahnen." In Hessen werden daher mehrere Speditionen und Logistikunternehmen ihre regulären Transporte über die Teststrecke mit Elektro-Lkw abwickeln. Die Strecke zwischen den Autobahn-Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Weiterstadt wird dazu in beiden Fahrtrichtungen auf einer Länge von jeweils 5 Kilometern mit Oberleitungen für die Stromversorgung ausgestattet. Der Strom stammt ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen.

Zwei weitere Teststrecken für Elektro-Lkw entstehen derzeit in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Staatssekretär Flasbarth: "Jede der drei Pilotstrecken hat ihre eigene Strecken- und Verkehrscharakteristik. In Hessen erproben wir das System auf einem der stärksten befahrenen Autobahnabschnitte Deutschlands. Unser Ziel ist es, die Technologie unter Alltagsbedingungen auf Herz und Nieren zu testen."

In den vergangenen Monaten wurden die Planung, die Genehmigung und die europaweite Ausschreibung der Bauleistungen durchgeführt. Dabei hat das Land Hessen den Zuschlag an die Siemens AG erteilt. Ein zwischen Hessen Mobil und Siemens abgestimmtes Termin-Management wird die Einschränkungen des Verkehrs in der Bauphase minimieren. Ende 2018, nach Fertigstellung der Strecke, soll der Elektro-Lkw in einem mehrjährigen Feldversuch ausführlich erprobt werden. Die Akzeptanz für das System, aber auch mögliche Effekte auf das Verkehrsgeschehen werden im Rahmen der Begleitforschung untersucht.

Pilotprojekt ELISA

Die Leitung dieses Pilotprojekts namens ELISA - "ELektrifizierter, Innovativer Schwerverkehr auf Autobahnen" - übernimmt die hessische Landesbehörde für Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil. Das Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Darmstadt ist für die Begleitforschung verantwortlich. Im geplanten Feldversuch sollen auch der Energieversorger ENTEGA und die Siemens AG eingebunden werden. Weitere Unternehmen (Logistiker und Firmen, für deren Produkte die Strecke genutzt wird) nehmen als assoziierte Partner daran teil: HEAG mobilo AG, Ludwig Meyer GmbH & Co KG, Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG, Spedition Hans Adam Schanz GmbH & Co KG, Contargo AG, Hegro Eichler GmbH.

18.12.2017 | Pressemitteilung Nr. 384/17 | Verkehr